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8. Juni 2007: 100-Jahr-Feier der Schule Alt-Aumund

Foto: Gabriela Keller (Weser Kurier)

Am 08.06.2007 haben wir unter großer Beteiligung das 100 jährige Bestehen der Grundschule Alt-Aumund gefeiert. Es war ein toller Nachmittag, der mit einem grandiosen Luftballonstart von knapp 260 Kindern, die die Zahl 100 bildeten, eröffnet worden ist. Alle Einnahmen des Nachmittages kamen der Neugestaltung des Schulhofes zu Gute.

Zeitungsbericht aus dem Weserkurier / der Norddeutschen zum Jahrhundertjubiläum:

Im Schulmuseum in alten Klassenbüchern geblättert

Schule Alt-Aumund feierte gestern Jahrhundert-Jubiläum/Auch ehemalige Schüler und Lehrer kamen zum Geburtstagsfest

Von unserer Mitarbeiterin Gabriela Keller

AUMUND. Im Schulmuseum lässt die ältere Dame ihren Blick schnell über eine Reihe aufgeschlagener Bände gleiten. Da ist es: das Klassenbuch des Jahrgangs 1945/46. „Mal gucken, ob ich da drin bin.“ Neugierig beginnt sie zu blättern.

Zum 100. Geburtstag der Schule Alt-Aumund war gestern auch der eine und andere ehemalige Schüler oder Lehrer gekommen. Mit einem Festakt und einem Schulfest feierte man am Ritterkamp das Jahrhundert-Jubiläum. Auf dem Schulhof formten 260 Schüler die Zahl 100 und ließen bunte Luftballons in den Himmel steigen. In Klassenzimmern wurden die Ergebnisse der Projektwoche präsentiert. Seit Montag hatten Schüler und Lehrer unter dem Motto „Schule wie vor 100 Jahren“ auf den großen Tag hingearbeitet. Besucher konnten es den Schülern nachtun und in altdeutscher Schrift auf Schiefertafeln oder Papier schreiben wie Goethe. Wie Kinder früher in den Pausen spielten, zeigten die Erstklässler. Sie hatte Stoffsäckchen bemalt und mit selbst gebastelten Murmeln gefüllt.

Ehemalige Lehrer stöbern in ihren alten Konferenzprotokollen (Foto: Gabriela Keller)

Im Schulmuseum tummelten sich viele ehemalige Schüler und Lehrer. Köpfe beugten sich über Klassenbücher, Konferenzprotokolle, alte Arbeitshefte und Bücher wie „Der praktische Schulmann“. Hermann Tegeler blättert in einem Konferenzprotokoll, das er als Lehrer führen musste. Von 1949 bis 1959 unterrichtete der heute 80jährige aus Schönebeck an der Schule Alt-Aumund. Neben den Grundschülern damals auch Hauptschüler bis zur achten Klasse. Die Ausstattung in der Nachkriegszeit war dürftig, erinnert sich Tegeler. „Im Physikunterricht gab es keine Geräte, das war Kreidephysik.“ Experimentiert wurde an der Tafel. „Wer als Schüler eine gute Schrift hatte, durfte Schülerlisten schreiben. Eine Schulsekretärin gab es nicht“, erinnert sich Lothar Wurthmann an seine Schulzeit. Von 1933 bis 1941 ging er in Alt-Aumund zur Schule, 1956 kehrte er als Lehrer für drei Jahre zurück.

Bei der Feierstunde in der Aula wurde der Bogen von der Vergangenheit zur Gegenwart und Zukunft geschlagen. „Das Schuljubiläum soll der Start für die Umgestaltung unseres Schulhofes sein“, kündigte Schulleiter Walter Schumacher an. Bewegungsangebote sollen das Sportprofil der Schule, das die Turn-, Tanz- und Akrobatik-AGs während der Feier eindrucksvoll unter Beweis stellten, noch mehr stärken. Die zuständigen Stellen hätten dem „ehrgeizigen Projekt“ inzwischen zugestimmt. Geschätzte 150000 Euro will man investieren. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Festschrift und anderen Festaktivitäten flossen gleich in den Topf. Mehr Investitionen für Schulen forderten Ortsamtsleiter Reiner Kammeyer und Schulelternsprecher Christoph Bardua.

Text und Fotos mit freundlicher Genehmigung der Bremer Tageszeitungen AG

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